Eigene E-Mail-Adresse fürs Leben

Die eigene E-Mail-Adresse ist heutzutage so etwas wie unsere digitale Identität. Sie sagt einiges über uns aus und gehört nur einer Person allein. Im Falle einer eigenen Domain  identifizieren wir uns mit unserer E-Mail-Adresse ein Leben lang, ohne, dass diese sich jemals ändert.

Die überaus wichtige Stellung der E-Mail-Adresse in unserem digitalen Alltag wird allein dadurch ersichtlich, dass sie bei einer Neuanmeldung für einen Onlinedienst wie eine persönliche ID funktioniert. Bei PayPal nimmt sie sogar die Rolle der eigenen Kontonummer ein. Ansonsten bekommen wir an unsere E-Mail-Adresse Zugangsdaten, wichtige Benachrichtigungen, Rechnungen und auch vergessene Passwörter geschickt. Ohne unsere E-Mail-Adresse könnten wir das Internet also nicht in der Form nutzen, wie wir es heutzutage tun. Unsere Handynummer oder unsere Postanschrift sind nämlich meist vollkommen egal.

Die E-Mail-Adresse wird also wie ein Identitätsausweis genutzt. Man geht davon aus, dass nur die berechtigte Person Zugriff auf das Postfach hat. So werden immer wichtigere Sachverhalte und immer brisantere Inhalte per E-Mail gesteuert und verwaltet. Das Einloggen in Ihr E-Mail-Postfach ist gleichbedeutend mit dem Vorzeigen Ihres Personalausweises, oder mit der Vergabe einer Unterschrift.

Ist Ihre digitale Identität in Gefahr?

Zugegeben, die E-Mail als global anerkannter Identitätsausweis weist einige Schwächen in punkto Sicherheit auf. Hacker- und Phishing-Angriffe stellen vor allem für Nutzer von Freemail-Domains ein großes Problem dar. Umso wichtiger ist es, ein sicheres, schwer zu erratendes Passwort zu wählen. Viele Mail-Anbieter und Online-Dienste weisen darauf hin, dass ein gutes Passwort mindestens zehn Zeichen lang ist, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Zahlen beinhaltet.
Daneben gibt es anderweitige Versuche, z.B. mittels der De-Mail, die Faktoren „Sicherheit“ und „Vertraulichkeit“ im elektronischen Nachrichtenaustausch zu erhöhen. Jedoch fehlt es der De-Mail an der breiten Akzeptanz und der weltumspannenden Verfügbarkeit.

Wahren Sie Ihre Identität mit einer eigenen Domain

Die Registrierung einer eigenen Domain ist der einfachste Weg, ein- und dieselbe E-Mail-Adresse ein Leben lang zu nutzen und dadurch eine unveränderliche, vertrauliche und seriöse digitale Identität aufzubauen. Diese Domain ist nicht nur für Ihre E-Mail-Adresse, sondern auch für Ihre persönliche Webseite nutzbar. Wenn Sie einmal mit Ihrem aktuellen Provider unzufrieden sind oder im Email Vergleich ein besseres Mailhostingpaket gefunden haben, können Sie problemlos wechseln. Niemand kann Ihnen jemals Ihre Domain oder Ihre persönliche E-Mail-Adresse wegnehmen, sie gehört nur Ihnen allein.

Mit der steigenden Popularität eigener Domains wird es natürlich auch etwas schwieriger, „einfache“ de.-Domainnamen zu ergattern. Wenn Ihr Familien- oder Geschäftsname nicht mehr verfügbar ist, bleiben Ihnen zwei Möglichkeiten:

  • Sie nutzen statt der .de-Domain eine andere Top Level Domain (.com, .net, .org, .info) oder eine einprägsame Länderdomain (.me, .eu), auch wenn Sie das i.d.R. etwas mehr kosten wird
  • Sie wandeln Ihren Wunschnamen leicht ab oder hängen einen Begriff an. Auf Zahlen, Bindestriche und sonstige Sonderzeichen sollten Sie allerdings verzichten, siehe Tipps für den richtigen Domainnamen.

Alles ändert sich, nur nicht Ihre E-Mail-Adresse

Die Fälle von ePost und Lycos, die Ihre E-Mail-Dienste nach einigen Jahren Laufzeit kurzerhand wieder einstellten, zeigen deutlich, wie schnell es passieren kann, dass Ihre digitale Identität verloren geht. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter ist oft nur schmerzlich zu vertragen. Immerhin ist es gerade bei nichtmenschlichen Absendern (von Onlineshops, Newslettern, Abonnements und Mitgliedschaften) schwierig, die geänderte E-Mail-Adresse mitzuteilen.

Bei der Nutzung einer eigenen Domain bleiben Sie vollkommen unabhängig von den wirtschaftlichen Entwicklungen heutiger Freemail-Anbieter wie Google, GMX, Yahoo oder Microsoft. Zudem können Sie unter Ihrer Domain mehrere Postfächer mit jeweils eigenen E-Mail-Adressen und Passwörtern anlegen, was den „Identitätsraub“ seitens von Cyber-Kriminellen erschwert.

 

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