Wie kann man große Dateien per E-Mail verschicken?

Direkt per E-Mail sollte man Dateien jenseits der 10 MB grundsätzlich nicht verschicken, denn oft legen einem volle Posteingänge oder Versandlimits seitens des E-Mail-Anbieters Steine in den Weg. Zudem dauert das Hoch- und später das Herunterladen der Anhänge viel zu lange. Es gibt jedoch eine einfache Methode, große Dateien im Rahmen einer E-Mail-Nachricht zu übermitteln: Per Link. Dieser führt zu einem Online-Speicherdienst, auf dem sich die Dateien befinden, und ist eigens für den Empfänger freigegeben, sodass nur dieser Zugriff darauf hat. Natürlich dürfen Sie ein- und denselben Link auch an mehrere Personen versenden.

Hier sind fünf kostenlose Speicher-Dienste, das Ihnen das Leben erleichtern:

Dropbox

Dropbox dürfte wohl jedem Internet-User ein Begriff sein. Der Dienst funktioniert mit allen Betriebssystemen wunderbar und ermöglicht es, Dateien und Ordner mit anderen zu teilen. Ihre Dateien können Sie direkt im Web verwalten oder auch auf Ihrem PC, wenn Sie das Programm installiert haben. Um den Freigabe-Link bequem in Ihre E-Mail-Nachricht einzufügen und zu versenden, wählen Sie beim Rechtsklick auf die gewünschte Datei im Dropbox-Ordner die Option „Link kopieren“ aus. Der Empfänger kann die Datei dann auf seinen PC herunterladen, ohne sein Postfach zu belasten.

Der einzige Haken bei Dropbox ist die begrenzte Speicherkapazität von 2 GB. Brauchen Sie mehr Platz, müssen Sie fleißig Empfehlungslinks an Freunde und Bekannte versenden oder draufzahlen.

WeTransfer

Auf der Seite von WeTransfer können Sie schnell und unkompliziert, ganz ohne Registrierung, Dateien bis maximal 2 GB Größe versenden. Die hochgeladenen Dateien können Sie direkt als E-Mail abschicken oder einen Übertragungslink generieren, den Sie kopieren und in Ihre Nachricht einfügen. Der Link ist danach sieben Tage lang gültig, bevor die Dateien wieder aus dem Internet gelöscht werden.

Wenn Sie für WeTransfer Plus bezahlen, dürfen die Dateien bis zu 20 GB groß sein. Zudem können Sie Dateien langfristig in einem eigenen Konto speichern und diese mit einem Passwort vor neugierigen Unbefugten schützen.

Box

Dieser Speicherdienst ist auf die Bedürfnisse von Unternehmen spezialisiert, darf aber von privaten Individuen als kostenlose Version genutzt werden. Dabei lassen sich Dateien bis zu 250 MB Größe hochladen und versenden, während Ihr Speicherplatz 10 GB beträgt. Sobald man zahlt, wandern diese Kennziffern nach oben. Mit der Box-App, die für Smartphones, Windows- und Mac-Rechner verfügbar ist, lassen sich die empfangenen Dateien auch gleich bearbeiten.

Google Drive

Wer bereits ein Google-Konto besitzt, sollte sich Google Drive einmal genauer anschauen. Hier können Sie immerhin bis zu 15 GB kostenlos hochladen, Dateien online erstellen, mit anderen teilen und ggf. „live“ bearbeiten. Um die Dateien freizugeben, lassen Sie sich am besten einen Link erstellen, den Sie dann in Ihre personalisierte E-Mail-Nachricht einfügen. Das Besondere an Google Drive ist, dass Sie von vornerein die Nutzungsrechte festlegen können, d.h. ob der Empfänger die Datei nur ansehen darf, Kommentare verfassen oder gar bearbeiten und löschen darf. Dies ist vor allem bei der Zusammenarbeit im Team von Vorteil. Auch können Sie die Freigabe jederzeit wieder rückgängig machen.

One Drive

Nutzer des Betriebssystems Windows 10 haben den Microsoft-Dienst One Drive bereits vorinstalliert und können direkt loslegen. Hier winken 5 GB kostenfreier Online-Speicher. Dazu kommen eine Vielzahl an bequemen und praktischen Funktionen zum Teilen und gemeinsamen Bearbeiten von Microsoft Office-Dokumenten sowie anderweitigen Dateien.

 

Fazit: Links statt Anhänge

Wie Sie in unserer Übersicht an E-Mail-Anbietern sehen können, warten viele Mailhostingpakete mit einem erfreulich großen Speicherplatz auf. Dennoch sollten Sie beim Versenden von großen Dateien bevorzugt auf Links zurückgreifen. Dafür gibt es wunderbare kostenfreie Internetdienste, die das Speichern, Freigeben und gemeinsame Bearbeiten von Dateien mit bis zu 2 GB Größe und mehr ermöglichen.

Ein Gedanke zu „Wie kann man große Dateien per E-Mail verschicken?“

  1. Hallo an ALLE,
    wer grosse Dateien versenden will oder muss sollte sich doch zu aller erst die Frage nach der Sicherheit des Versandes stellen. Da alle nur mit Wasser kochen muss jedem klar sein, dass irgendwo bei einer kostenlosen Lösung Abstriche gemacht werden müssen. Wo stehen die Server, auf die man die Daten lädt, wer hat alles Zugriff auf diese Datenbanken? Gibt es eine wirklich akzeptable Verschlüsselung beim Versand? Ich möchte nicht, dass jemand – egal wo – meine zu versendenden Daten sieht oder an 3. weiter gibt. Es gibt Lösungen für „kleines“ Geld, wo die Sicherheit besteht, dass die Server in der BRD gehostet werden, dass der Dienstleister in de BRD ansässig ist und ggf. auch den nötigen Service bietet – über die gebuchten Leistungen hinaus.
    Wir hatten in unserem Büro auch öfters das Problem beim Datenversand und sind mehr durch Zufall auf die Secudos GmbH in Kamen gestossen. Deren Lösungen Qiata und auch ecas befanden wir für absolut bezahlbar und sogar von mir als Laien anwendbar – läuft für mich auf win-PC und Android. Es ist einen blick wert finde ich.
    Schönen Advent an alle für die auch die Sicherheit ein Aspekt ist – und für die anderen auch.
    kostenlos ist nicht immer die beste LÖSUNG

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