- Formell starten mit „Sehr geehrte/r …“ bei unbekannten Kontakten.
- Lockerere Anreden („Hallo“, „Liebe/r“) nur bei bekannten Kontakten nutzen.
- Fehlt der Name, verwenden Sie „Sehr geehrte Damen und Herren“.
Sehr geehrte Frau… Sehr geehrter Herr…
Mit dieser Anrede können Sie wirklich nichts falsch machen, sie gilt nämlich als Standard beim Nachrichtenaustausch mit unbekannten Personen und Individuen, die nicht zu Ihrem engeren Bekanntenkreis zählen. Mit dieser äußerst respektvollen und höflichen Formulierung sind Sie im Zweifelsfall auf der sicheren Seite.
Tipp: Wenn es Ihnen unmöglich ist, den Namen des Empfängers herauszufinden (z.B. bei unpersönlichen E-Mail-Adressen wie info@firmenname.de), wählen Sie die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“.
Guten Tag, Frau… Guten Tag, Herr…
Auch mit dieser Variante haben Sie nichts zu befürchten, allerdings klingt es etwas steif und eben nicht so „ehrerweisend“ wie das gebräuchlichere „Sehr geehrte/r…“. Absehen sollten Sie auf jeden Fall von anderen, eher regional gebräuchlichen Grußformeln wie „Grüß Gott“ etc.
Liebe Frau… Lieber Herr…
Diese Anrede ist bereits ein bisschen persönlicher und sollte daher niemals beim Erstkontakt mit einer unbekannten Person verwendet werden. Fällt der Kontakt später sehr herzlich aus, können Sie gerne zu dieser Anrede wechseln.
Hallo, Frau… Hallo, Herr…
Auch das saloppe „Hallo“ oder „Hi“ sollten Sie nicht beim Erstkontakt per E-Mail als Anrede verwenden. Geschäftsleute und Mitarbeiter, die sich zwar unteinander siezen aber durchaus persönlich kennen, greifen dagegen gerne zu dieser Variante, wenn Sie untereinander Nachrichten und Dateien austauschen. Auch kommt es auf das Alter der Kommunikationspartner und auf die Branche an – in einem jugendlichen, kreativen Beruf wäre eine hoch formelle Anrede sicherlich Grund zum Schmunzeln.
Abschließendes
- Manchmal entwickelt sich der E-Mailverkehr in einem rasanten Tempo und gleicht dann eher einem Gespräch als einem formellen Briefverkehr. Wenn kurze Sätze und Anhänge hin- und hergesendet werden, können Sie bedenkenlos auf die Anrede in jeder einzelnen Nachricht verzichten.
- Wenn Sie zuerst angeschrieben wurden, verwenden Sie einfach weiterhin die Anrede, die Ihr Gegenüber für Sie ausgewählt hat. So treten Sie in kein Fettnäpfchen. Wenn Ihnen die Anrede jedoch völlig unpassend erscheint, können Sie diese in Ihrer Antwort entsprechend korrigieren und so das gewünschte Förmlichkeits-Niveau herstellen.
- Generell gilt, dass die Anrede in einer E-Mail von der Situation, der Art des Gesprächs und der Art der Beziehung, die Empfänger und Absender zueinander pflegen, abhängt. Die Wahl der Anrede sagt auch einiges über Sie und den gewünschten Umgangston mit dem Gegenüber aus.